2007-12-24

2007-11-15

合コン [Gōkon]

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die vorweihnachtliche zeit in japan hat begonnen.
es gibt zwar nur 2% christen in japan und die
weihnachtstage sind verstaendlicherweise keine
feiertage, aber dennoch lieben die japaner das fest
und auch die zeit zuvor sehr. traditionell gibt es an
weihnachten keine weihnachtsgans zu essen sondern,
eine der jahreszeit angemessenen torte: eine erdbeertorte.
weihnachten hat hier also nichts mit religion zu tun,
sondern auf der einen seite mit konsum, aber auch, und
wenn nicht noch wichtiger, ist es ein fest fuer das
"zwischenmenschliche". das gebot der naechstenliebe
ist hier weihnachten gleichgestellt.
das heisst weihnachten ist das fest das man gerne mit
seinem oder seiner angebeteten feiert. das ist allerdings
ein problem fuer all diejenigen die noch niemandem zum
anhimmeln haben. und glaubt mir, es ist ein problem.
somit verbringe ich gerade eine sehr lustige zeit in meinem
arbeitsraum. denn wie ihr inzwischen wisst, sind wir nur ein
paar maedels. die jungs sind sehr bemueht, das weihnachts-
fest mit ihrer liebsten zu verbringen. lustig ist das deshalb,
weil mit ein paar wenigen ausnahmen noch keiner eine
freundin hat. um dies zu aendern organisieren sie gōkon's.
das laesst sich in etwa mit speed_dating ins englische
uebersetzen. es treffen sich also eine gleiche anzahl maedels
und jungs zu einem date. allbekannte trinkspiele sind dazu da
um sich naeher zu kommen, denn schliesslich ist das ziel
am ende das lokal als paar zu verlassen. was das nun noch
mit sogenannten love hotels zu tun hat, brauch ich nicht
naeher zu erlaeutern.
meine jungs sprechen zur zeit von nichts anderem. das wort
gōkon faellt jede minute und sie haben mir versichert es ist
eine schwere zeit vor weihnachten, aber sie nehmen es ernst
und sind sicher bald ihr ziel zu erreichen.

2007-11-06

japanisches_buero

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der erste tag im buero. schon ist er vorbei.
und der erste tag hat natuerlich auch einen
ersten eindruck hinterlassen.
das buero ist typisch japanisch auf einem
sehr kleinen grundriss. aber auf 6etagen in
2verschiedenen gebaeuden aufgeteilt.
im buero herrscht natuerlich das uebliche
architektenbuero_chaos. aber eben auf
kleinerem raum. die atmosphaere ist sehr
"kreativ" und schon beim besichtigen des
bueros bekommt man lust mitzuarbeiten.
ueberall liegen, stehen oder haengen modelle.
und diese unterscheiden sich von den ueblichen
sehr. denn sie sind nicht nur sehr detailiert
gebaut, sondern auch das experimentieren
mit tragwerken oder materialien oder raum-
atmosphaeren ist schnell zu erkennen.
das erste das mir als "japaner_kenner" im buero
aufgefallen ist, war, dass alle ausserordentlich
gut englisch sprechen. aber das liegt wohl daran,
dass das buero noch 2weitere bueros auf 2weitern
kontinenten hat. so bin ich ploetzlich unter den
schlechter englisch sprechenden und hab ein projekt
fuer ein hotel in new york an dem ich mitarbeiten darf.
angefangen hab ich wie es sich fuer einen praktikanten
gehoert mit einem modell. ein modell indem jedes
waschbecken, jeder stuhl jede materialitaet etc gebaut wird.
und ich spreche nicht von einem 1:20 modell. sondern von
einem 1:100 modell. sollte ich in zukunft also denken:
"das ist eine arbeit fuer die chinesen" so werde ich wohl
sagen, "das haben wohl die auslaender im japanischen
buero gebaut."

2007-11-05

mobile_pics

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leider hab ich nicht immer meine kamera dabei.
hier ein paar snapshots meines telefons....







doppeltes glueck

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ich hatte das glueck bei dem unterricht fuer die
tee zeremonie dreier japanischer damen teilnehmen
zu duerfen.
es war sehr interessant zu beobachten wie bis auf
die kleinste bewegung die ueber jahrtausende
alte zeremonie ueberliefert wird. und der tee
schmeckte gleich viel besser. allerdings achtete
man hier noch mehr darauf, nichts falsch zu machen.
doch die 55jaehrigen maedels hatten ihren spass.
besonders als wir uns dann daran versuchten, den tee
nicht nur zu trinken sondern auch zu zubereiten.
natuerlich beginnt die zeremonie mit einer tiefen
verbeugung vor meinem sensei. anschliessend kam es
nicht nur darauf an, wieviel schritte ich mich bewegte,
oder wie oft ich die eine schuessel zu drehen hatte,
sondern auch darauf, an welcher stelle ich ein loeffel
hielt und natuerlich auch in welchem abstand und in
welcher position zum koerper. scheinbar haben wir uns
gar nicht schlecht angestellt. und es hat spass gemacht.
auch wenn ich immer wieder an dieser bestimmten art
das tuch zu falten und den loeffel zu putzen gescheitert
bin. es wurde verstaendlich, dass man solch eine zeremonie
nicht einfach von heute auf morgen lernen kann. aber
unter anderem dies macht sie so besonders.
es war ein sehr respektvoller und lehrreicher abend. der
mir die japanische kultur wieder ein stueck naeher brachte.
der abend war nach der tee zeremonie allerdings noch nicht
zu ende. denn mein weiteres glueck war, dass der unterricht
bei einer japanischen dame zu hause stattfand. zu einer
japanischen familie nach hause eingeladen zu werden ist
fast so selten wie blonde japaner. hinter den mauern
dieser wohnblocks herrscht tatsaechlich ein anderes leben.
schon der flur erinnerte mich an mein wohnheim. und als
sich dann die erste tuer oeffnete konnte ich auch sehen,
dass die wohnungen dort ziemlich eben so gross wie mein
zimmer im wohnheim ist. allerdings war dies nur ein wohn-
zimmer. je nach bedarf mieten sie sich ein weiteres zimmer
hinzu. so auch das zimmer fuer die zeremonie. es schloss
nicht direkt an das wohnzimmer an, war jedoch auf der
selben etage. und wenn es nicht dem unterricht diente, wurde
es zum schlafzimmer umfunktioniert. ein echter individual-
raum.

2007-10-25

architektengemuese

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wer bislang bei paprika nur an eine ampelkoalition
glaubte der sei gewarnt: es gibt auch schwarze!

2007-10-16

magic cube

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es kennt ihn jeder. den magic cube.
doch kaum einer konnte ihn auch loesen.
trotz unzaehlig verbreiteter anleitungen.
so sass ich heute in der subway. gegenueber
von mir setzte sich ein etwa gleichaltriger
japaner. und er holte aus seiner tasche
keine playstation. nein. ein magic cube.
noch sahen alle seiten gleichfarbig aus.
doch das aenderte sich schnell. die 16
quadrate auf jeder seite waren gleich
durchmischt.... wie schade.
er versuchte natuerlich sie wieder zu ordnen.
manchmal drehte er ihn auch ohne dabei
hinzusehen. es dauerte etwas bis die erste
seite des wuerfels wieder einheitlich gruen
war. desto schneller ging es mit den restlichen.
nach 5stationen, das heisst 9minuten war
der wuerfel wieder wie nie angetastet.
wahnsinn.

2007-10-13

住めば都

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住めば都 [sumeba miyako]
wo du dich auch niederlässt,
da ist die hauptstadt.

2007-10-03

der_grosse_preis_von_japan

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hier hat sich etwas getan.
ich bin zurueck in tokyo und hab ein paar
impressionen meiner reise mitgebracht.

um der sicheren kritik zuvorzukommen:
ja es gibt auch menschen in japan. und
auch nicht wenige. und die meisten davon
leben tatsaechlich in tokyo. wie ihr wisst
versuche ich mich dem beruf eines architekten
langsam anzunaehern. moeglicherweise
geht das etwas aus den bildern hervor. aber
da es ja unser aller lebensraum ist, denke ich
wird es nicht zu sehr langweilen....
[die bilder sind sowohl unter september als
auch august zu finden....siehe rechts archiv!]

fuer diejenigen die das 'schriftliche' lieben,
vermissen und suchen....

01_sept_07 und 13_aug_07

freu mich von euch zu hoeren und lesen ....

2007-09-27

tokyo

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back_in_the_city

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b i n . z u r u e c k . i n . e a s t _ j a p a n . . . .

2007-09-22

zamami

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2007-09-20

naha

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2007-09-17

kyoto

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