2008-02-27

tapetenwechsel

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das leben findet in indien auf der strasse statt.
sowohl im dorf als auch in der stadt. und mumbai
gehoert zu einer der groessten weltweit.
das haus, die wohnung, die huette, das zelt, ...
scheint lediglich als schlafplatz zu dienen.
vor ihnen stehen tagsueber karren und handwagen
oder einfach ausgebreitete tuecher auf denen
waren und essen angeboten wird.
all die gewuerze, bunten tuecher, obst und gemuese
und die farbenfroh leuchtende kleidung der menschen
stellen ein sehr buntes strassenbild dar.
aber die gerueche sind nicht weniger vielfaeltig.
diese scheinen sich alle paar schritte zu aendern.
wuerzig und suess, wohlriechend duftend bis
stinkend...
ebenso verhaelt es sich mit den geraeuschen.
bei gewoehnlichem hundegebell begonnen, ueber ein
nicht endendes hupkonzert von autos, rickshaws und
fahrraedern, bis hin zu wassergeplaetscher aus
irgendeinem auf der strasse in die bordsteinrinne
endenden rohr.
all dies verschwindet bei nacht.und der ort zeigt
sich von einem anderen gesicht.
die handelswaegen sind verschwunden. und mit ihnen
auch die farben.. kein leuchtendes pink, kein gruen
in unzaehlig vielen farbnuancen, kein sonnengelb,
tuerkisblau, orange, ...
und keine menschenseele. alle verschwunden. hinter
heruntergelassenen laeden, die mit braunrotem staub,
welcher in der luft zu kleben scheint, bedeckt sind.
alles scheint mit dieser patina bedeckt zu sein.
einzig von hand bunt an die fassade gemalte reklame
hebt sich hervor.
die strassen, bei tag so eng scheinend, zeigen menschen-
leer ihre wahre breite. der ort scheint bei nacht den
hunden zu gehoeren. selbst die kuehe sind in irgendein
loch verschwunden.
ein land fuer alle sinne.

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